Das Bewerbungsschreiben ist das Kernstück einer
Bewerbung. Der erste Eindruck ist oft entscheidend, deshalb sollte man
hier besonders sorgfältig vorgehen. Das Bewerbungsschreiben verrät
eine Menge über die Persönlichkeit
des Bewerbers . Arbeitgeber können hieraus bereits erste Schlüsse
ableiten, wie ernst man es mit einer Bewerbung meint und wie viel Mühe
man sich macht, einen geeigneten Ausbildungsberuf zu finden. Nur wenn
das Bewerbungsschreiben ansprechend formuliert und gut gestaltet ist,
wird der Personalchef oder Arbeitgeber Interesse daran finden, sich mit
den übrigen Bewerbungsunterlagen intensiv zu befassen.
Muster
von Bewerbungsschreiben und Lebensläufen findest du in schriftlicher Form und auf CDs im Berufswahlraum
in
der Schule.
Beim Verfassen eines
Bewerbungsschreibens sollte man folgende Regeln beachten:
·
Das Bewerbungsschreiben trägt oben links die
erforderlichen Angaben des Absenders:
Vor- und Nachname, vollständige Anschrift, Telefonnummer mit
Vorwahl.
·
Meist oben rechts stehen der Absendtort und das Datum des
Schreibens.
·
Es folgt, in der Regel beginnend mit der 13. Zeile, die
vollständige Anschrift des Ausbildungsbetriebes. Wenn der
Ansprechpartner im Unternehmen bekannt ist, sollte er hier bereits
namentlich benannt werden ( z.H. Frau ... / Herrn ...), falls nicht, ist
der Zusatz „Personalabteilung“ einzufügen. Besonders zu achten ist
hier auf die richtige Schreibweise des Straßennamens. Zwischen Straßennahme
und Postleitzahl/Ort ist eine Leerzeile.
·
Aus der folgenden Betreff- bzw. Bezugzeile erfährt der
Empfänger des Schreibens, worum es geht ( z.B. „Bewerbung um einen
Ausbildungsplatz als ...“ ). Achte darauf, dass die Bezeichnung des
Berufes korrekt angegeben wird. Mit jedem Schreiben kann man sich natürlich
nur gezielt auf einen Beruf hin bewerben.
·
Es folgt die Grußformel bzw. Anrede. Wenn man den
Ansprechpartner namentlich kennt, spricht man ihn auch persönlich an,
z.B. „Sehr geehrte (r) Frau / Herr ... ,“. Ist der Ansprechpartner
nicht bekannt, schreibt man neutral „Sehr geehrte Damen und Herren,
...“.
·
Nach der Anrede sucht man zunächst einen Anknüpfpunkt (
Zeitungsinserat, Berufsberatung, Empfehlung ... ) und schildert dann, um
welche Ausbildungsstelle man sich bewirbt.
·
Es folgt eine Kurzdarstellung der derzeitigen eigenen
Situation: besuchte Schule, voraussichtlicher Abschluss, besondere Fähigkeiten
etc.
·
Schließlich bleibt noch zu begründen, warum man sich
gerade für diesen Beruf und diesen Betrieb interessiert. Hier sollte
der Schwerpunkt des Schreibens liegen. An dieser Stelle muss der
„Betrieb“ überzeugt werden, warum gerade du eingestellt werden
solltest, warum du die richtige Frau oder der richtige Mann bist.
·
Am Schluss des Briefes bittet man um ein persönliches
Vorstellungsgespräch.
·
Man verabschiedet sich am Ende des Schreibens mit einer
Grußformel, z.B. „Mit freundlichen Grüßen!“ und der Unterschrift
(voller Vor- und Zuname). Füller wirkt hier schöner als
Kugelschreiber.
·
Zum Schluss werden unter dem Punkt „Anlagen“ die
beigelegten Unterlagen aufgezählt.
Ø
Gliedere deine Bewerbung! Jeder neue Gedankengang sollte
mit einem neuen Absatz beginnen. So wird sie leichter lesbar und übersichtlicher.
Ø
Schreibe relativ kurze Sätze, drücke dich verständlich
und klar aus, vermeide Bandwurmsätze und geschraubte Redensarten.
Wichtig ist ein höflicher und sachlicher Stil.
Ø
Verfasse und formuliere das Schreiben möglichst
individuell und aussagekräftig. Muster von Bewerbungsschreiben können
eine Hilfe sein,
Ø
Du wirbst für deine Person, aber bedenke, dass
unbegrenztes Selbstlob ebenso fehl am Platz ist wie allzu große
Bescheidenheit.
Ø
Die Bewerbung sollte nicht länger sein als eine Seite.
Beachte den Grundsatz: So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig.
Ø
Schreibe sauber und fehlerfrei! Achte auf eine
ansprechende äußere Form.
|