Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man gleich den Kopf hängen lassen sollte. Jeder hat es in seiner Hand, mit seiner Bewerbung erfolgreich zu sein. Dazu muss man aber gewisse Spielregeln beachten, taktisch geschickt vorgehen und eine eigene Bewerbungsstrategie entwickeln.
Hier sind einige Tipps zusammengestellt:
1. Wie komme ich an Adressen von Ausbildungsstellen ?
Stellenangebote in Zeitungen
Auskunft bei Firmen einholen
Vermittlung durch die Berufsberatung des Arbeitsamtes
ASIS Computer im Berufsinformationszentrum des Arbeitsamtes
Ausbildungsatlas der Industrie- und Handelskammer (IHK)
Tipps von Eltern, Lehrern, Bekannten
Branchenverzeichnis (Gelbe Seiten) auswerten und gezielt nachfragen
Kleinanzeige in einer Zeitung schalten
2. Wie nehme ich Kontakt zu den Betrieben auf ?
Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten einen ersten Kontakt zu den möglichen Ausbildungsbetrieben aufzunehmen:
schriftlich
telephonisch
persönlich
Es hängt von der Situation und dem Betrieb ab, welche der drei Möglichkeiten die passende ist. Die telephonische oder persönliche Kontaktaufnahme ersetzen zwar keine schriftliche Bewerbung, sie können aber durchaus von Vorteil sein und die Chancen erhöhen.
3. Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Bewerbung ?
Das kann je nach Ausbildungsbereich und Größe des Betriebes sehr unterschiedlich sein. Am besten informiert man sich telephonisch bei den Personal- oder Ausbildungsabteilungen der Betriebe über die Bewerbungstermine. Hier ein paar Richtzeiten:
Allgemeiner Bewerbungstermin ist der Spätsommer, die Wochen unmittelbar nach den Sommerferien (August / September).
Großbetriebe, Banken, Behörden und auch Versicherungen beginnen mit dem Auswahlverfahren teilweise schon im Mai oder noch früher.
Kleinere Betriebe, insbesondere das Handwerk, entscheiden sich oft erst recht spät, ob sie ausbilden oder nicht. Dort ist oft noch bis ins Frühjahr hinein eine Bewerbung möglich.
Dennoch gilt: Bewerbung so früh und vielfältig wie möglich
4. Hinweise zu den Bewerbungsunterlagen
Das Bewerbungsschreiben, auch Anschreiben genannt, ist das Kernstück der Bewerbung. Bewerbung kommt von „werben"; man wirbt also für die eigene Person.
Der erste Eindruck ist oft entscheidend, daher sind Sauberkeit und Sorgfalt unerlässlich.
Rechtschreib-, Grammatik- oder Zeichensetzungsfehler, Flecke und andere Unsauberkeiten müssen unbedingt vermieden werden.
Keine Korrekturstifte oder ~flüssigkeit verwenden.
Man verwendet nur unliniertes, weißes DIN-A-4-Papier, das nur einseitig beschreiben wird. Links und rechts lässt man jeweils 2,5 cm Rand.
Texte sollten gegliedert und somit übersichtlich gestaltet werden.
Die Bewerbungsunterlagen werden in einer kleinen Mappe zusammengestellt, in einen DIN-C-4-Umschlag mit festem Rücken gesteckt, ausreichend frankiert und versandt.
Bewerbungen sind teuer aber Knausrigkeit, etwa beim Lichtbild ist fehl am Platz.
Für die eigenen Unterlagen macht man sich am besten eine Kopie der jeweiligen Bewerbung.
Bevor man die Bewerbungen abschickt, sollte man sie von den Eltern oder einem Lehrer auf inhaltliche oder sprachliche Fehler überprüfen lassen.
5. Aus welchen Teilen besteht eine vollständige Bewerbung ?
Deckblatt
Bewerbungsschreiben
Lebenslauf
Lichtbild
Zeugnisse
Empfehlungsschreiben, Praktikumsbescheinigungen
Nachweise über besondere Fähigkeiten (z.B. EDV-Kenntnisse)
6. Wie läuft das Bewerbungsverfahren ab?
Auswahltest
Vorstellungsgespräch
Vertragsunterzeichnung
Was bleibt bis zum Ausbildungsbeginn zu tun?